Was genau ist eigentlich dieses CBD oder Cannabidiol?

Fragt man jemanden nach Cannabis oder auch CBD, geht jeder sofort davon aus, dass man Marihuana meint. Doch Cannabis ist nicht gleich Cannabis und THC und CBD sind ebenfalls komplett verschieden. Während THC einen Rausch auslöst, hemmt CBD den Rausch. Doch was genau ist CBD und was hat CBD mit THC oder Marihuana zu tun?

Cannabis ist weit mehr als eine Pflanze die berauscht.

Cannabis bzw. Hanf ist schon seit langer Zeit eine wichtige Pflanze, die zum einen als Rohstoff dient und zum anderen als Heilpflanze. Gerade aus ersterem Grund wurde diese Pflanze bzw. die Gewinnung ebenfalls verboten, da sie der Kunststoffindustrie erheblichen Schaden zugefügt hätte. Doch auch, weil ein übereifriger Minister in den USA seinen Job schwinden sah, erfand er Märchen und Lügen, über die eigentlich so außergewöhnliche und gute Heilpflanze.

CBD und THC im Vergleich

CBD gehört, wie THC auch, zu den Cannabidiolen. Während THC einen etwa 20prozentigen Anteil hat, ist CBD mit höchsten 4 Prozent deutlich geringer in der Hanfpflanze vertreten. Doch diese sagt überhaupt nichts aus, das auch in dieser geringen Menge CBD eine erstaunliche Wirkung entfalten kann.

Das Cannabidiol CBD ist somit praktisch ein Bruder von THC, die allerdings vollkommen verschiedene Wirkweisen haben. Während THC eine psychoaktive Wirkung hat und sich auf die Hirnfunktion und das zentrale Nervensystem wirkt, hat CBD eine beruhigende Wirkung, macht nicht „High“ und wirkt somit nicht psychoaktiv. Doch auch beim Hungergefühl unterscheiden sich beide enorm. THC macht Heißhunger und der Nutzer hat regelrechte „Fressattacken“. CBD dagegen dämpft das Hungergefühl, weshalb es sich somit auch zur Reduzierung des Gewichts eignet.

Doch auch medizinisch kann CBD angewendet werden und ist bereits in vielen Kliniken als Therapie zugelassen. Dabei wirkt es beruhigend, ist entzündungshemmend, ist hilfreich bei Schizophrenie, Depressionen, Epilepsie und kann sogar chronisch entzündliche Krankheiten wie Arthritis oder Arthrose deutlich lindern. Auch bei Angststörungen oder als Schmerzkiller kommt es immer wieder zum Einsatz.

CBD im Detail

Wie bereits oben erwähnt, ist der THC-Anteil deutlich höher in der Hanfpflanze vertreten. Bei der Aufnahme von CBD im Körper interagiert dieses mit den Cannabinoid Rezeptoren, die im Körper vorhanden sind und aktiviert und steigert so die natürliche Reaktion des Körpers. Dies wirkt sich dann auf Schmerzen, Angst, Stress und vieles mehr aus. So können vorhandene Schmerzen von Körper praktisch ignoriert oder Entzündungen gehemmt bzw. vermindert werden. Der Körper sieht diese Symptome dann einfach nicht mehr als wichtig an und kann so die Symptome einfach ausschalten. Dies gelingt aber nur deshalb so gut, weil wir selbst eine natürliche Art von CBD im Körper produzieren und so das CBD, welches zusätzlich aufgenommen wird, das natürliche CBD noch verstärkt und dann das Nervensystem stimuliert.

Cannabis mit hohem CBD Anteil

In der Regel wird Cannabis mit THC gezüchtet, da die Nachfrage besonders groß ist. Doch mittlerweile und dank des hervorragenden Nutzens, werden auch Cannabis Sorten gezüchtet, die rein dem medizinischen Zweck dienen und so einen sehr hohen CBD Anteil enthalten. Es kommt zwar in jeder Cannabis Pflanze CBD vor, was heißt, dass alle Pflanzen für medizinische Zwecke genutzt werden können, doch diese Pflanzen werden speziell für die Medizin gezüchtet, weshalb der CBD Anteil besonders hoch ist.

Die Kombination CBD und THC hat einen medizinischen Nutzen

Ebenso interessant ist, dass die Kombination von CBD und THC eine vielversprechende Alternative bei verschiedenen Krankheiten ist. Allerdings ist dies natürlich nur unter Kontrolle und ärztlicher Aufsicht möglich. Dabei löst das THC einen Rausch aus, der jedoch vom CBD unterdrückt ist. Das heißt, dass man trotz des Rausches vollkommen klar im Kopf ist. Insbesondere für den medizinischen Nutzer hat dies den Vorteil, dass die neurologischen und psychischen Vorteile erhalten bleiben, er dabei aber voll funktionsfähig ist.

Allerdings sind in Deutschland nur CBD Produkte frei verkäuflich, die 0,2 Prozent THC nicht überschreiten. Die CBD Produkte, die einen höheren Anteil haben, sind nur in Apotheken erhältlich und zudem rezeptpflichtig.

In der Regel sind CBD Produkte mit 0,6 bis 1 Prozent erhältlich. Während die geringer dosierten Produkte nur eine schwache Wirkung zeigen, sind die höher dosierten Produkte natürlich stärker. Auch wenn dieser Wert sehr klein erscheint, haben sie doch eine hervorragende Wirkung auf die verschiedensten Beschwerden. Weiterhin sind Produkte mit einem Anteil von 20 Prozent CBD Anteil erhältlich, die aber nur in medizinischen Sorten zu finden ist. Cannabis hat also durchaus seine Vorteile, wobei es ohne THC ebenso gut wirken kann, wie mit THC. THC kommt vor allem bei schweren Erkrankungen zum Einsatz und kann hier ein wichtiger Helfer sein. Allerdings sind die CBD Produkte mit THC nur über den Arzt erhältlich bzw. rezeptpflichtig und können nur in Apotheken erhalten werden.