Die Geschichte von CBD

Das Cannabidiol CBD ist heute beliebter denn je und zahlreiche Wissenschaftler und Forscher haben sich in unzähligen Studien die Wirkstoffe von Cannabis genauer angeschaut. Dabei gibt es die Pflanze schon seit vielen Jahrhunderten und wurde schon damals als Heilmittel eingesetzt. Aufgrund des Verbotes in den 1930er Jahren geriet Cannabis als Heilpflanze aber mehr und mehr in Vergessenheit und erst Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde es für die Wissenschaft wieder interessant.

Vom Gift zur Heilpflanze der Zukunft

Nachdem Marihuana in den 1930er Jahren verboten wurde, obwohl es vorher nicht nur als Rauschmittel, sondern auch als Heilpflanze diente, geriet Cannabis lange Zeit in Vergessenheit. Zwar isolierte eine Gruppe von Chemikern an der Universität in Illinois CBD aus der Pflanze, klassifizierten dieses aber als „giftig“. Nachdem der Artikel veröffentlicht wurde, in dem auch stand, dass CBD keinerlei Wirkung hätte, wurde somit auch nicht weiter geforscht.

Erst nach über 20 Jahren interessierten sich wieder Wissenschaftler für dieses Molekül, was dann dazu führte, dass der Chemiker Raphael Mechoulam an der Hebräischen Universität in Jerusalem die genaue Molekülstruktur festlegte. Zudem isolierten sie bereits ein Jahr später THC und konnten außerdem die beiden cannabinoiden Verbindungen synthetisieren. So wurde der Weg geebnet, um die Marihuana Pflanze zu erforschen.

In den 70er Jahren wurden erste Erfolge verzeichnet

Erst im Jahr 1973 wurden die einzelnen Wirkungen veröffentlicht. So konnte ein brasilianische Team von Forschern belegen, dass bei CBD bei Tieren Epilepsie verringern bzw. verhindern konnte. Ende der 70er Jahre wurde diese Wirkung auch bei Menschen nachgewiesen und schon ein Jahr später konnte belegt werden, dass CBD die Symptome von Angststörungen reduzieren kann, da es über angstlösende Eigenschaften verfügt.

Ein weiterer durchschlagender Erfolg zeigt aber Mitte der 70er Jahre. Hier konnte anhand von Studien belegt werden, dass die Einnahme von CBD die Übelkeit bei einer Chemotherapie deutlich lindern konnte. Auch, dass sich der Wirkstoff auf Schlafstörungen auswirkt, wurde in dieser Zeit in verschiedenen Studien bewiesen.

Die 80er und 90er standen im Zeichen der psychischen Wirkung von CBD

Leider ging das Interesse an CBD etwas verloren, obwohl solch außergewöhnliche Wirkungen belegt werden konnten. Lediglich ein Forscherteam in Brasilien führte weitere Studien in Sao Paulo durch. An diesen war auch Raphael Mechoulam beteiligt. Hier wurde an Kindern die CBD Wirkung bei Epilepsie Erkrankungen getestet und es konnte belegt werden, dass die Anfälle deutlich verringert werden konnten.

Im Jahr 1982 konnte in einer Folgestudie außerdem belegt werden, dass CBD eine antipsychotische Wirkung hat und eine gestörte Wahrnehmung wie auch die Abneigung mit anderen Personen zu kommunizieren mit CBD unterdrückt werden konnte.

Erst Ende der 80er Jahre wurde das medizinische Potenzial von Cannabis ernst genommen. Dies lag daran, dass im Jahr 1988 Wissenschaftler die Rezeptoren für Cannabinoide im menschlichen Körper entdeckten. Diese befanden sich im Nervensystem und waren jetzt sehr interessant für die Wissenschaftler, die sich fortan vermehrt mit Cannabinoiden beschäftigten.

Allerdings wurde CBD erst im Jahr 1995 offen an Patienten getestet. Hier konnte jedoch schnell festgestellt werden, dass es den Testpersonen nach der CBD Gabe deutlich besser ging.

Zudem wurde auch Ende der 90er Jahre am Nationalen Institut für Mentale Gesundheit festgestellt, dass CBD ein äußerst wirksames Antioxidans ist und es wurde erforscht, inwieweit CBD bei neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson wirken kann.

Der nächste wichtige Schritt wurde dann in Alaska, Oregon und Washington getan, indem medizinisches Cannabis legalisiert wurde. Auch dies deutet daraufhin, wie wichtig es in der Medizin ist und welches Potenzial hinter Cannabis steckt.

Ende der 90er Jahre, im Jahr 1998, wurde der Firma GB Pharmaceuticals die Lizenz für Herstellung von Sativex erteilt. Dieses Medikament enthält zu gleichen Teilen THC und CBD und wird zur Behandlung von Multipler Sklerose, zur Schmerzbehandlung und bei Patienten mit Spasmen eingesetzt.

CBD und die Erforschung bei Autoimmunerkrankungen

Die Forschungen und Studien waren auch zu Beginn des neuen Jahrhunderts ein großes Thema und zeigte, wie wirkungsvoll CBD ist. Dabei wurden vor allem in Studien mit Tieren die entzündungshemmende und beruhigende Wirkung erforscht. Zudem waren zahlreiche Untersuchungen im Gange, die die Wirkung auf das Immunsystem zeigen sollten. Somit konnte in den ersten 10 Jahren des neuen Jahrtausends belegt werden, dass beispielsweise chronisch entzündliche Krankheiten mithilfe von CBD eingedämmt und auch, dass chronische Schmerzen bei Nervenkrankheiten deutlich gelindert werden konnten.

Besonders die Studie, die im Jahr 2011 am Forschungsinstitut California Pacific Medial Center durchgeführt wurde, war erstaunlich. Hier zeigt sich, dass CBD die Bildung von Metastasen mit Krebs befallenen Zellen hemmen kann. Zudem wurden dutzende Studien durchgeführt, die allesamt belegten, dass CBD bei Angststörungen, Schizophrenie, Epilepsie sowie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronisch entzündlichen Erkrankungen ein hervorragender Helfer sein kann.

Natürlich sind noch viele rechtliche Einschränkungen zu beachten, die die Wissenschaftler in Kauf nehmen müssen. Dennoch werden es immer mehr Länder, die Cannabis zur medizinischen Verwendung zulassen, was es so auch den Forschern einfacher macht, die Pflanze mit ihren Wirkstoffen genau unter die Lupe zu nehmen und auch zu testen.